Asthma bronchiale

Asthma bronchiale

Asthma ist ein multifaktorielles Geschehen mit genetischen und psychischen Einflüssen.
Aus kranial-osteopathischer Sicht können folgende Strukturen beteiligt sein [6]:

  • Foramen jugulare: Der N. vagus innerviert die Bronchien.
  • Th2–Th6 und ihre zugehörigen Rippenpaare: Vor den Rippenköpfchen liegen die Sympathikusganglien, die die Bronchien innervieren. Störungen der Schädelbasis und der genannten Brustwirbel und Rippenpaare können die Sekretion der Bronchien und ihre kontraktile Bewegung beeinträchtigen.
  • Os palatinum, Os sphenoidale, Os maxillare mit Einwirkung auf das Ganglion pterygopalatinum: Insbesondere Extensionsdysfunktionen und traumatische Krafteinwirkung von anterior können dieses Ganglion beeinträchtigen. Die Folge ist eine schlechte Funktion der Schleimhäute und somit eine verminderte Anwärmung, Befeuchtung und Säuberung der eingeatmeten Luft.
  • Spannungen des thorakalen Einlasses und des Zwerchfells: Flüssigkeitsbewegungen und insbesondere der Lymphabfluss können durch diese Strukturen beeinträchtigt werden.
  • Bewegungseinschränkung der Gesichtsknochen und des Os sphenoidale führen zu einer verminderten Drainage in diesem Gebiet mit der Begünstigung von Rhinitis, Sinusitis und Asthma.
  • Behandlung der genannten bzw. betroffenen Strukturen unter Berücksichtigung der psychischen Faktoren sind die Grundlagen für einen Heilungserfolg. Weitergehend sollte ggf. eine Rauchentwöhnung durchgeführt werden.
  • Eine osteopathische Behandlung zeigt hinsichtlich der Ausatmung bei Kindern mit Asthma bronchiale eine signifikante Verbesserung. Die Mobilisation der BWS, des Thorax und des Thoraxinhalts mittels Blagrave-Techniken führte zu einer Erhöhung des Peak-Flow-Wertes [36].
  • So könnten bestimmte osteopathische Techniken mittels viszerosomatischer Reflexe sowie mittels Veränderung der Sympathikusaktivität über die Aktivierung der paravertebralen sympathischen Ganglien somatische Auswirkungen hervorrufen [37].