Reflexpunkt-Therapie bei Asthma nach Chapman

Einfluss einer neurolymphatischen Reflexpunkt-Therapie nach Chapman auf den PEF und den ACT-Score von Patienten mit intrinsischem Asthma bronchiale. Eine osteopathische Pilotstudie.

Abschlussarbeit von Dennis Jacobs (B.Sc. Ost.)

Hintergrund: Neurolymphatische Reflexpunkte nach Chapman werden in der Osteopathie vornehmlich zur Diagnostik von viszeralen Dysfunktionen verwendet. Die Anordnung und Lokalisation der Reflexpunkte ermöglicht es dem Osteopathen, sich einen schnellen und präzisen Überblick über Dysfunktionen des Patienten zu verschaffen. Der therapeutische Nutzen wird diskutiert. Erste Studien zeigen erfolgreiche Ergebnisse in der Anwendung der Reflexpunkte als Behandlungstechnik. Diese Pilotstudie soll einen Einblick über die Wirksamkeit therapeutisch angewendeter Chapman-Reflexpunkte auf Patienten mit intrinsischem Asthma bronchiale verschaffen.

Methodik: Acht Probanden wurden im Rahmen dieser Pilotstudie innerhalb von zwei Wochen insgesamt viermal mit Chapman-Reflexpunkten behandelt. Die Auswahl der eingesetzten Punkte orientierte sich an der Zusammenstellung der Chapman-Reflexpunkte für „Immunmodulation und Lokalpunkte der Atemwege“. Als Messinstrumente zur Verlaufskontrolle kamen der Peak-Flow-Meter zur Messung des Peak Expiratory Flow (PEF) und der Asthma Control Test (ACT) zur Messung der subjektiven Selbstkontrolle (ACT-Score) über die Asthma-Erkrankung zum Einsatz. 14 Tage nach der letzten Behandlung wurde ein Langzeit Follow-Up erhoben.

Ergebnisse: Für die PEF-Messung konnten acht Outcomes erhoben werden. Im Vergleich zum Ausgangswert (496,25 L/min; ± 62,44) zeigten die PEF-Werte im Mittel eine Verbesserung am Ende der Behandlungsphase (545,00 L/min; ± 81,24). Bei der ACT-Messung wurden 7 Outcomes erhoben. Der ACT-Score verbesserte sich im Mittel vom Ausgangswert (16,00; ± 4,18) bis zum Ende der Behandlungsphase (19,14; ± 3,83) und zum Langzeit Follow-Up (20,71; ± 3,41).

Schlussfolgerung: Die positiven Ergebnisse der Pilotstudie stellen einen Hinweis auf eine mögliche therapeutische Wirksamkeit der neurolymphatischen Reflexpunkte nach Chapman dar. Eine größer angelegte RCT-Studie mit Modifizierungen im Studiendesign könnte die erhaltenen Ergebnisse untermauern.

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