Die Bedeutung von Oxytocin für die osteopathische Behandlung und Berührung

Ein systematischer Literaturüberblick von Julia Benedix

 

Hintergrund:

Oxytocin wirkt sich im zentralen Nervensystem auf autonome Prozesse aus. Dem Hormon wird eine Aktivierung parasympathischer Impulse zugeschrieben. Manualtherapeutische und osteopathische Berührung und Behandlung sind möglicherweise Stimuli für die Oxytocinfreisetzung.

 

Methodik:

Das Studiendesign ist eine systematischen Literaturübersicht mit methodologischer Bewertung der RCTs. Literaturquellen werden per Datenbankrecherche und Handsuche sichergestellt. In der Zeit vom 01.03.2017 bis zum 22.03.2017 fand in den medizinischen Datenbanken Pubmed, Cochrane Library und Livivo die computergestützte Literaturrecherche statt. Die Handsuche basierte auf der Verfolgung von Literaturverzeichnissen, sowie dem Austausch mit beruflichen Kontaktpersonen der Autorin.

 

Ergebnisse:

Insgesamt konnten zwölf Ergebnisse festgelegt werden. Die wissenschaftliche Aussagekraft ist tendenziell gering. Sechs Quellen sind RCTs, die die Auswirkung auf den Oxytocin Blutplasmaspiegel durch Massage und Manualtherapie erforschen. Drei Quellen sind Pilotstudien aus den Bereichen Massage und Osteopathie. Weitere Ergebnisse sind eine selektive Literaturübersicht zur neurohormonalen Ebene der Massage und eine theoretische Auseinandersetzung über die Bedeutung therapeutischer Berührung. Aus einem populärwissenschaftlichen Buch über Oxytocin und wurden ein Kapitel verwendet.

 

Schlussfolgerung:

Eine Auswirkung von therapeutischer Berührung und Behandlung der manuellen Therapieformen und Osteopathie auf den Oxytocinspiegel lässt sich auf Basis der Ergebnisse dieser Studie nicht eindeutig bestätigen.

 

Schlüsselbegriffe:

Oxytocin, Manuelle Therapieformen, Therapeutische Berührung, Osteopathie

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