Die Wirkung der Ohrzug-Technik bei Patienten mit chronisch subjektivem Tinnitus

Autorin: Isabelle Buckpesch

 

Hintergrund:

3 Millionen Deutsche leiden unter chronischem Tinnitus, welcher bis heute sehr häufig schwer therapierbar ist. Ziel war es, herauszufinden, ob die Ohrzug-Technik einen Einfluss auf chronisch subjektiven Tinnitus nehmen kann. In der vorliegenden klinischen Studie wurde die Wirkung der osteopathischen Ohrzug-Technik bei Patienten mit chronisch subjektivem Tinnitus bezogen auf die Tinnitusintensität und das Tinnitusempfinden untersucht.

 

Methoden:

An der Studie nahmen 7 Patienten im Alter von 42 bis 67 Jahren teil. Die Patienten wurden zweimal wöchentlich über einen Zeitraum von 3 Wochen behandelt. Zur Vorbereitung auf die Ohrzug-Technik wurden ein OA-Release sowie Faszientechniken des M. sternocleidomastoideus und M. trapezius durchgeführt. Es erfolgten 4 Messungen: Die ersten beiden in einem behandlungsfreien Zeitraum, eine nach 6 Behandlungen und ein Follow-up nach weiteren 4 Wochen. Die Messmethoden waren die Visuelle Analogskala (VAS) sowie der Mini Tinnitus Fragebogen (Mini TF-12) von Goebel et Hiller (1998).

 

Ergebnisse:

Die Mittelwerte der VAS reduzierten sich im behandlungsfreien Intervall (Messung 1 bis 2) von 5,2 auf 4,3 und blieben sowohl nach den 6 Behandlungen, als auch beim Follow-up, bei 4,3. Die Mittelwerte des Mini TF-12 erhöhten sich im behandlungsfreien Intervall von 5,7 auf 6,5, blieben nach den 6 Behandlungen bei 6,5 und reduzierten sich beim Follow-up auf 5,4. Der Vergleich der Messungen vor und nach den Behandlungen (Messung 2 bis 3) brachte mittels t-Test kein statistisch signifikantes Ergebnis hervor, da die Werte sowohl bei der VAS (p=0,88) als auch bei dem Mini TF-12 (p=1,00) über dem Signifikanzniveau von 0,05 lagen.

 

Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse zeigten, dass 6 Behandlungen mittels Ohrzug-Technik keine Wirkung auf die Tinnitusintensität und das -empfinden bei Patienten mit chronisch subjektivem Tinnitus zeigten.

 

 

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