Kennen Sie schon Dr. Hilary Abbey?

[English version below]

KENNEN SIE SCHON DR HILARY ABBEY?

Dr Hilary Abbey ist bereits seit über 40 Jahren Osteopathin. Sie ist Projektleiterin bei OsteoMAP und außerordentliche Professorin am University College of Osteopathy in London. Dort leitet sie die Forschung.

„Meine Erfahrung ist, dass ACT (Akzeptanz- und Commitment Therapie) unseren Patient:innen wirksam dabei hilft, psychologische Flexibilität zu entwickeln, um auf Schmerzen zu reagieren, die mit Osteopathie allein vielleicht nicht “behebbar” sind.“

Am 20. November können Sie Dr Abbey mit einem Vortrag auf unserer Online Conference 2021 sehen:

„OsteoMAP: Ein integriertes psychologisches und osteopathisches Schmerzmanagementprogramm für Patient:innen mit chronischen Schmerzen“

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Mehr über Dr Hilary Abbey erfahren Sie in unserem Interview:

SEIT WANN PRAKTIZIEREN SIE OSTEOPATHIE UND WAS IST DIE WICHTIGSTE MOTIVATION FÜR SIE, OSTEOPATHIN ZU SEIN?  WAS WAR IM LAUFE DER JAHRE IHR HAUPTINTERESSE AN DER OSTEOPATHIE UND WIE HAT ES SICH IM LAUFE DER ZEIT VERÄNDERT?

Ich habe 1979 meinen Abschluss an der British School of Osteopathy (heute UCO) gemacht. Damals konzentrierte sich die osteopathische Ausbildung auf strukturelle Diagnosen, und ich erkannte bald, dass biomechanisches Wissen nicht ausreichte, um vielen der Patient:innen zu helfen, die ich mit komplexen, langfristigen Gesundheitsproblemen behandelte. Um meine Fähigkeiten zu verbessern, eine effektivere biopsychosoziale osteopathische Behandlung anzubieten entschied Ich mich für eine Ausbildung als Sozialarbeiterin und später als Beraterin, wodurch ich großes Interesse an der Arbeit mit Patient:innen mit chronischen Schmerzen entwickelte.

WELCHES POTENZIAL SEHEN SIE IN DER INTEGRATION VON ACHTSAMKEIT IN DIE OSTEOPATHIE?

Ich begann, mehr über Achtsamkeit zu erfahren, als ich mit einer Kollegin aus der klinischen Psychologie an der UCO zusammenarbeitete, um einen neuen psychologisch fundierten Kurs zur osteopathischen Schmerzbehandlung zu entwickeln. Ihr Fachgebiet ist die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), eine Form der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT), die säkulare Achtsamkeitsübungen beinhaltet. Osteopath:innen, die ACT anwenden wollen, müssen auch bereit sein, sie in ihrem eigenen Leben anzuwenden, also musste ich anfangen, Achtsamkeit zu praktizieren, obwohl ich mich dagegen sträubte und es eine Herausforderung war. Mir ist bewusst, dass Achtsamkeit nicht für jeden geeignet ist, aber ich glaube, dass es einen erheblichen potenziellen Nutzen hat, wenn wir uns selbst und unseren Körper bewusster wahrnehmen. Meine Erfahrung ist, dass ACT unseren Patient:innen wirksam dabei hilft, psychologische Flexibilität zu entwickeln, um auf Schmerzen zu reagieren, die mit Osteopathie allein vielleicht nicht “behebbar” sind.

IHRE FORSCHUNG BEFASST SICH MIT ACHTSAMKEITS- UND AKZEPTANZBASIERTEN PROGRAMMEN IN DER OSTEOPATHIE – WAS KÖNNTEN EINIGE KLINISCH RELEVANTE ERGEBNISSE FÜR OSTEOPATHINNEN AUS IHRER FORSCHUNG SEIN? AUF UNSERER ONLINE-KONFERENZ WERDEN SIE ÜBER “OSTEOMAP: EIN VERHALTENSTHERAPEUTISCHES UND OSTEOPATHISCHES PROGRAMM FÜR SCHMERZPATIENTINNEN”. WAS KÖNNEN DIE TEILNEHMER VON IHREM VORTRAG ERWARTEN?

In meinem Vortrag werde ich auf die Gründe für die Entwicklung des OsteoMAP-Kurses und die Ergebnisse der dreijährigen Forschungsstudie eingehen. Außerdem werde ich über die Vorteile und Herausforderungen einer psychologisch fundierten Behandlung von Patient:innen mit anhaltenden Schmerzen sprechen und praktische Ideen vorstellen, wie Osteopath/innen diese Ideen für ihre eigene Praxis anpassen können.

KÖNNEN SIE UNS EINEN KURZEN ÜBERBLICK ÜBER IHRE NEUESTEN FORSCHUNGSARBEITEN GEBEN?

Die jüngste Veröffentlichung über OsteoMAP ist Abbey et al. (2020), in der die endgültigen Patientenergebnisse und Vorschläge für die nächste Forschungs- und Entwicklungsphase vorgestellt werden. Seitdem habe ich zusammen mit Kolleg:innen an zwei Arbeiten gearbeitet, die sich mit Themen befassen, die für die psychologisch informierte osteopathische Praxis relevant sind. Dabei geht es um die Neurophysiologie der Berührung, Achtsamkeit und Interozeption (Casals Gutierrez und Abbey, 2020) und die Rolle der medizinischen Geisteswissenschaften und der narrativen Medizin für das Verständnis der Schmerzerfahrungen von Patient:innen (Maretic und Abbey 2020).

MEHR INFORMATIONEN ZU UNSERER ONLINE CONFERENCE 2021 FINDEN SIE HIER

 

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[English version]
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DO YOU KNOW DR HILARY ABBEY?

Dr Hilary Abbey has been an osteopath for over 40 years now. She is the Project Leader at OsteoMAP and an Associate Professor at the University College of Osteopathy in London, where she is the Head of Research.

„My experience is that ACT is effective in helping our patients to develop psychological flexibility in responding to pain that may not be ‚fixable‘ with osteopathy alone.“

On November 20th, Dr Hilary Abbey will give a lecture at our Online Conference 2021:

„OsteoMAP: An integrated psychological and osteopathic pain management program for patients with chronic pain“

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Learn more about Dr Hilary Abbey in our interview:

SINCE WHEN ARE YOU PRACTICING OSTEOPATHY AND WHAT IS THE MOST IMPORTANT MOTIVATION FOR YOU TO BE AN OSTEOPATH?  WHAT WAS YOUR MAIN INTEREST IN OSTEOPATHY DURING THE YEARS AND HOW DID IT CHANGE OVER THE TIME?

I graduated from the British School of Osteopathy (now the UCO) in 1979. At that time, osteopathic training focused on structural diagnosis and I soon realised that biomechanical knowledge was not enough to help many of the patients I saw with complex, long-term health problems. I chose to train as a social worker, and later as a counsellor, to increase my ability to offer more effective biopsychosocial osteopathic care and developed an interest in working with patients with chronic pain.

WHAT POTENTIAL DO YOU SEE IN INTEGRATING MINDFULNESS IN OSTEOPATHY?

I started to learn about mindfulness while working with a clinical psychology colleague at the UCO to develop a new psychologically-informed osteopathic pain management course. Her expertise is in Acceptance and Commitment Therapy (ACT), a form of Cognitive Bahaviour Therapy (CBT) that includes secular mindfulness exercises. Osteopaths who want to use ACT have to be willing to use it in their own lives, so I had to start practising mindfulness even though I was reluctant and found it challenging. I realise that mindfulness does not suit everyone, but I think there are significant potential benefits in becoming more aware of ourselves and our bodies and my experience is that ACT is effective in helping our patients to develop psychological flexibility in responding to pain that may not be ‚fixable‘ with osteopathy alone.

YOUR RESEARCH CONCERNS MINDFULNESS AND ACCEPTANCE-BASED PROGRAMMES IN OSTEOPATHY – WHAT COULD BE SOME CLINICAL RELEVANT OUTCOMES FOR OSTEOPATHS FROM YOUR RESEARCH? AT OUR ONLINE CONFERENCE YOU WILL TALK ABOUT „OSTEOMAP: AN INTEGRATED PSYCHOLOGICAL AND OSTEOPATHIC PAIN MANAGEMENT PROGRAM FOR PATIENTS WITH CHRONIC PAIN“. WHAT CAN THE PARTICIPANTS EXPECT TO LEARN FROM YOUR LECTURE?

My session will explore the reasons we developed the OsteoMAP course and results from the three year research study. I will also talk about the benefits and challenges of using psychologically informed treatment for patients with persistent pain and practical ideas about how osteopaths can adapt these ideas for use in their own practices.

COULD YOU GIVE US A SHORT OVERVIEW TO YOUR LATEST RESEARCH PAPERS?

The most recent publication about OsteoMAP is Abbey et al (2020), which presents the final patient results and suggestions for the next stage of research and development. Since then, I have collaborated with colleagues on two papers that explore topics that are relevant to psychologically informed osteopathic practice. They are about the neurophysiology of touch , mindfulness and interoception (Casals Gutierrez and Abbey, 2020) and the role of medical humanities and narrative medicine in understanding patients‘ lived experiences of pain (Maretic and Abbey 2020).

MORE INFORMATION ABOUT OUR ONLINE CONFERENCE 2021 YOU CAN FIND HERE

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