Kennen Sie schon Dr Lisa Roberts?

[English version below]

KENNEN SIE SCHON DR LISA ROBERTS?

 

Dr Lisa Roberts ist Professorin an der University of Southampton und beratende Physiotherapeutin am University Hospital Southampton NHS Foundation Trust. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Förderung der Gesundheit des Bewegungsapparats. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Kommunikation und Entscheidungsfindung, Verbesserung der Patientenerfahrung, Verbesserung der Gesundheit von Menschen mit Parkinson (durch Tanzen) sowie die Förderung der Unabhängigkeit durch webbasierte Technologien für Menschen mit Rückenschmerzen.

 

„Es erstaunt mich immer wieder, wie wichtig die psychologischen Aspekte im biopsychosozialen Modell sind und wie viel Wirkung wir erzielen können, wenn wir neben all unseren anderen Fähigkeiten und Techniken zur Optimierung des Ergebnisses auch eine psychologisch fundierte Praxis anwenden.“

 

Am 20. November können Sie Dr Lisa Roberts mit einem Vortrag auf unserer Online Conference 2021 sehen:

„Kommunikation bewusst verwenden: Praktische Methoden zur Verbesserung der Praxis“

 


 

Mehr über Dr Lisa Roberts erfahren Sie in unserem Interview:

 

WAS WAR IHRE PERSÖNLICHE MOTIVATION, PHYSIOTHERAPEUTIN, FORSCHERIN UND LEHRERIN ZU WERDEN?

 

Ich lernte die Physiotherapie zum ersten Mal kennen, als meine Großmutter einen Schlaganfall erlitt. Die positive Einstellung, die Geduld und die Fähigkeit, Menschen in einer schwierigen Lebensphase zu helfen, haben mich sehr inspiriert.  In den späten 1980er Jahren machte ich eine Ausbildung zum Physiotherapeuten und wollte lehren und forschen, um dieses Wissen besser zu verstehen und weiterzugeben.  Mir gefällt das Sprichwort: “Wenn du einem Menschen einen Fisch gibst, ernährst du ihn für einen Tag.  Wenn du einem Menschen das Fischen beibringst, ernährst du ihn ein Leben lang”.  Es gibt noch so viel zu lernen, und es ist so wichtig, dass wir alle zur Entwicklung der Evidenzbasis unserer Berufe beitragen.

 

AUF UNSERER ONLINE-KONFERENZ WERDEN SIE ÜBER DAS THEMA “KOMMUNIKATION BEWUSST VERWENDEN: PRAKTISCHE METHODEN ZUR VERBESSERUNG DER PRAXIS”. WAS KÖNNEN DIE TEILNEHMER:INNEN VON IHREM VORTRAG ERWARTEN?

 

Kommunikation wird als der wichtigste Aspekt beschrieben, den man in einem Gesundheitsberuf beherrschen muss.  In meinem Vortrag möchte ich, dass die Teilnehmer:innen darüber nachdenken, wie sie einen guten ersten Eindruck hinterlassen, wenn sie Patient:innen treffen und begrüßen, wie sie Schlüsselfragen formulieren, um wichtige Informationen zu erhalten, ob sie ihre Patient:innen unterbrechen, ob sie unbeabsichtigt eine Sprache verwenden, die dazu führen kann, dass Symptome eskalieren, und schließlich einige neuere Ideen zur Zielsetzung mit den Patient:innen betrachten.  Mein Ziel ist es, dass die Teilnehmer:innen auf ihren bereits vorhandenen Kommunikationsfähigkeiten aufbauen und einige neue Ideen für ihre nächste Sprechstunde mitnehmen können.

 

WAS ÜBERRASCHT SIE AN DER ARBEIT MIT MENSCHEN, DIE MIT CHRONISCHEN SCHMERZEN LEBEN?

 

Es ist ein großes Privileg, mit Menschen zu arbeiten, die mit chronischen Schmerzen leben.  Eines der interessantesten Dinge bei einer Konsultation ist es, die Patient:innen zu fragen, was sie für die Ursache ihrer Symptome halten, um einen Einblick in ihre Einstellungen und Überzeugungen zu erhalten.  Nur so können wir wissen, wo wir mit der Erläuterung unserer Befunde beginnen und gemeinsam einen geeigneten Behandlungsplan festlegen können.  Es erstaunt mich immer wieder, wie wichtig die psychologischen Aspekte im biopsychosozialen Modell sind und wie viel Wirkung wir erzielen können, wenn wir neben all unseren anderen Fähigkeiten und Techniken zur Optimierung des Ergebnisses auch eine psychologisch fundierte Praxis anwenden.

 

KÖNNEN SIE UNS EINEN EINBLICK IN IHRE AKTUELLE FORSCHUNG GEBEN?

 

Ich habe gerade eine Reihe von Kommunikationsstudien begonnen, die sich mit den Erwartungen der Patient:innen, dem Ausdruck von Angst, der Wahrnehmung der Diagnose und der Sprache der Beruhigung befassen.  Ich gehöre auch zum Supportback-Team, wo wir gerade 806 Patient:innen für eine randomisierte kontrollierte Studie rekrutiert haben, bei der eine Internet-Intervention zur Unterstützung des Selbstmanagements von Kreuzschmerzen in der Primärversorgung eingesetzt wird.  Außerdem entwickeln und testen wir ein Schulungsprogramm zur Unterstützung von Kliniker:innen bei der Behandlung von Patient:innen mit südasiatischem Hintergrund in rheumatologischen Kliniken. Außerdem habe ich gerade eine Proof-of-Concept-Studie abgeschlossen, die sich mit der Verbesserung der beratungsbasierten Beruhigung in orthopädischen Wirbelsäulenteams befasst und die wir nun gerne weiterführen würden.

 
MEHR INFORMATIONEN ZU UNSERER ONLINE CONFERENCE 2021 FINDEN SIE HIER
 

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DO YOU KNOW DR LISA ROBERTS?

 

Dr Lisa Roberts is Professor at the University of Southampton and Consultant Physiotherapist at University Hospital Southampton NHS Foundation Trust. She is focused on promoting musculoskeletal health and her research priorities include communication and decision-making, improving patient experience, improving the health of people with Parkinson’s (through dance), as well as promoting independence using web-based technologies for people with back pain.

 

„It never ceases to amaze me how important the psychological aspects are in the biopsychosocial model, and how much impact we can have when using psychologically-informed practice, alongside all our other skills and techniques to optimise the outcome.“

 

On November 20th, Dr Lisa Roberts will give a lecture at our Online Conference 2021:

„Using communication consciously: Practical methods to improve practice“

 


 

Learn more about Dr Lisa Roberts in our interview:

 

WHAT WAS YOUR PERSONAL MOTIVATION TO BECOME AN PHYSIOTHERAPIST, RESEARCHER AND TEACHER?

 

I first came across physiotherapists when my Grandma had a stroke and I was really inspired by their positive attitude, patience and ability to make a difference, working alongside people at a challenging time in their lives.  I went onto to train as a physio in the late 1980s and wanted to teach and research to better understand and share that knowledge.  I really like the proverb: “If you give a man a fish, you feed him for a day.  If you teach a man to fish, you feed him for a lifetime.”  There is still so much to learn, and it is so important for us all to contribute to developing the evidence-base of our professions.

 

AT OUR ONLINE CONFERENCE YOU WILL TALK ABOUT ” USING COMMUNICATION CONSCIOUSLY: PRACTICAL METHODS TO IMPROVE PRACTICE”. WHAT CAN PARTICIPANTS EXPECT FROM YOUR LECTURE?

 

Communication has been described as the most important aspect that health professionals have to master.  In my lecture, I want participants to think about how to make a good first impression when they meet and greet patients, how they phrase key questions to gather important information, whether they interrupt their patients, whether they inadvertently use language that can result in patients escalating their symptoms, and finally to look at some recent ideas about goal setting with patients.  My aim is for participants to build on the communication skills they already have, with some new ideas of things to try in their next clinic.

 

WHAT SURPRISES YOU ABOUT WORKING WITH PEOPLE LIVING WITH CHRONIC PAIN?

 

It is such a privilege working with people living with chronic pain.  One of the most interesting things in a consultation is to ask patients what they think is the cause of their symptoms, to gain insight into their attitudes and beliefs.  Only then can we know where to start with explaining our findings and helping decide together on a suitable treatment plan.  It never ceases to amaze me how important the psychological aspects are in the biopsychosocial model, and how much impact we can have when using psychologically-informed practice, alongside all our other skills and techniques to optimise the outcome.

 

CAN YOU GIVE US AN OVERVIEW OF YOUR LATEST RESEARCH?

 

I currently have a series of communication studies starting, that will be looking at patients’ expectations, expressions of fear, perceptions of diagnosis and the language of reassurance.  I’m also part of the Supportback team, where we have just recruited 806 patients to a randomised controlled trial using an internet intervention to support self-management of low back pain in primary care.  In other work, we are developing and testing a training programme to support clinicians with patients from South Asian backgrounds attending rheumatology clinics, and I’ve also just finished a proof of concept study looking at improving consultation-based reassurance in orthopaedic spinal teams, that we would now like to take further.

 
MORE INFORMATION ABOUT OUR ONLINE CONFERENCE 2021 YOU CAN FIND HERE
 

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