Membranöse Gelenkfehlspannung

Sutherland bezeichnet Fehlspannungen und Dysfunktionen, welche die Gelenke der Wirbelsäule und ihre zugehörigen Ligamente betreffen, als ligamentäre Fehlspannungen (ligamentous articular strain). Dysfunktionen, welche die Knochen des kraniosakralen Systems und ihre zugehörigen intrakranialen und intraspinalen Duralmembranen (Falx cerebri, Tentorium cerebelli, Falx cerebelli, Dura mater spinalis) betreffen, nennt er membranöse Gelenkfehlspannungen (membranous articular strain). Diese können zu Beeinträchtigungen der zerebrospinalen Fluktuation, der kranialen arteriellen und venösen Durchblutung und der lymphatischen Drainage des Kopfes und Nackens führen. Dementsprechend richtet sich seine Behandlung v. a. darauf, diese Spannungsungleichgewichte sich lösen zu lassen. Das Behandlungsprinzip für ligamentäre und membranöse Spannungsungleichgewichte ist dabei gleich [15, S. 119–122].

Literatur

  • Sutherland WG: Teachings in the Science of Osteopathy. Portland: Sutherland Cranial Teaching Foundation; 1991.