Forschung am ORI

Das Osteopathic Research Institute gGmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft osteopathischer Forschung.

Historie

Das Osteopathic Research Institute (ORI) wurde 2010 an der Osteopathie Schule Deutschland (OSD) gegründet, um die Erforschung osteopathischer Ansätze zu fördern. Daraus wurde Anfang 2014 das Osteopathic Research Institut gGmbH als unabhängige gemeinnützige Gesellschaft osteopathischer Forschung.

Ziele des Osteopathic Research Institute gGmbH

Ziel von ORI ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Volks- und Berufsbildung, des öffentlichen Gesundheitswesens.

Dies wird erreicht mittels Durchführung von:

  • osteopathischer Grundlagen- und Anwendungsforschung,
  • Veröffentlichungen und Verbreitungen von osteopathischen Forschungsergebnissen in der Literatur und durch Herausgabe von Büchern, Schriften und wissenschaftlichen Sammlungen,
  • wissenschaftlichen Lehr- und Vortragsveranstaltungen,
  • gesundheitlichen Präventionen und gesundheitlicher Selbsthilfe durch Anwendung neuer Erkenntnisse in der osteopathischen Praxis,
  • Förderung der Osteopathie in der öffentlichen Wahrnehmung.

Forschung am Osteopathic Research Institute gGmbH

Ziele der Forschung am Osteopathic Research Institute sind beispielsweise neben dem Erkenntnisgewinn über Wirkmechanismen bzw. Wirkungsweisen von osteopathischen Therapien die Auseinandersetzung mit philosophischen osteopathischen Prinzipien und deren Bedeutung für die heutige Praxis.

Dabei steht neben Literaturstudien vor allem die Durchführung von praktischen Studien im Vordergrund.

 

Klinische Studien

Wissenschaft beginnt mit der empirischen Forschung, dem Feststellen „was ist“ für die tägliche Praxis. In der Osteopathie wäre das zum Beispiel Forschung über die Effizienz einer osteopathischen Behandlung bei verschiedenen Erkrankungsbildern. Auch dokumentierte befundorientierte osteopathische Behandlungen sind von großem Wert. Der Behandler behandelt dabei nach üblicher Praxis und beschränkt sich nicht auf beispielsweise die Ausübung einer einzigen Technik. Zur Wissenschaft wird dieser Vorgang durch standardisierte Dokumentation. Aus den daraus gewonnenen Einsichten können Studien zur Untersuchung bestimmter Vorgehensweisen/Techniken bei bestimmten Beschwerdebildern abgeleitet werden.

 

Berufsfeldforschung

Der Osteopath ist Teil des „Systems Patient“, muss sich ebenso als Gegenstand der Forschung sehen und entsprechende Daten über sich erheben.

Im Bereich der Berufsfeldforschung werden die Arbeitsumstände, Kostenfaktoren von Ausbildung wie auch Behandlung, Art und Inhalt der Ausbildung bis hin zu Fragestellungen über die Philosophie der Osteopathie durchgeführt. Dazu werden qualitative wie auch quantitative Forschungsmethoden (Fragebögen, Interview) verwandt.

 

Literaturstudien

Systematic Reviews oder Metaanalysen untersuchen bereits publizierte klinische Studien zu einem Krankheitsbild. Allerdings bestehen gegenwärtig meist noch nicht genügend qualitativ hochwertige klinische Studien innerhalb der Osteopathie um Metaanalysen durchzuführen.

Auch historische Literaturstudien sind möglich. Diese bieten Anhaltspunkte für – vielleicht während der Zeit vergessene – osteopathische Vorgehensweisen. Möglicherweise vermitteln diese Kenntnisse auch wichtige Informationen und Impulse, die für die Entwicklung gegenwärtiger osteopathischer Ansätze Bedeutung haben können.

 

Einzelfallstudien

Diese Studien bieten sich immer dann an, wenn ein Patient ein interessantes oder seltenes Krankheitsbild aufzeigt. Die gesamte Studie findet nur an einer einzelnen Person statt. Daten werden über einen längeren Zeitraum hinweg erhoben, beschrieben und analysiert.