Osteopathie in der Schwangerschaft – Einfluss auf Lumbalgie und Mobilität

Eine klinische Pilotstudie.

 

Hintergrund:

Die Prävalenz von Rückenschmerzen in der Schwangerschaft liegt bei etwa 50 – 80 %. Neben schulmedizinischen Behandlungen wie Beckengurte, Physiotherapie oder Medikamente, existieren verschiedene alternativmedizinische Therapien wie Akupunktur, Yoga, Medical Taping und manuelle Therapien. Diese klinische Pilotstudie untersucht die Wirkung einer osteopathischen Behandlung auf die subjektiv empfundenen Schmerzen und die Mobilität Schwangerer.

 

Methodik:

Die Schwangeren erhielten eine befundorientierte osteopathische Behandlung. Anhand von Fragebögen wurden die Intensität des subjektiv empfundenen Schmerzes durch die visuelle Analogskala (VAS, 0 – 10 cm) und die Mobilität mit Hilfe des Pregnancy Mobility Indexes (PMI, 0 – 72 Punkte) ermittelt. Die zwei Messzeitpunkte waren direkt vor der Behandlung und eine Woche danach.

 

Ergebnisse:

Ausgewertet wurden die Ergebnisse von zehn Schwangeren. Die subjektiv empfundenen Schmerzen reduzierten sich im Durchschnitt um 3,12 cm bzw. etwa 47 % von 6,58 cm (±1,27) auf 3,46 cm (±2,49) auf der 10 cm VAS. Die Mobilität verbesserte sich im Mittel um 1,2 Punkte bzw. knapp 6 % von 20,4 Punkten (±9,61) auf 19,2 Punkte (±12,94) auf der 72-Punkt-Skala des PMI.

Schlussfolgerung: Eine osteopathische Behandlung zeigt Hinweise auf eine Verringerung der Lumbalgie bei Schwangeren und eine geringfügige Verbesserung der Mobilität. Studien mit größerer Probandenzahl und Vergleichsgruppen sind nötig, um die Wirksamkeit der osteopathischen Behandlung zu validieren.

 

Schlüsselwörter: Osteopathie, Schwangerschaft, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen, Mobilität

 

(Ein Abstract von Sigrid Tönnies. Bereits zu unserer Schwangerschaftsreihe auf Facebook, hat Sie als Expertin über ihre Erfahrung als Hebamme und Osteopathin berichtet.)

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