Osteopathische Behandlung der Sinus durae matris bei Kopfschmerzpatienten mit einer CMD

Pilotstudie: Untersuchung der Wirksamkeit einer osteopathischen Behandlung der Sinus durae matris auf den Kopfschmerz bei Patienten mit einer CMD

 

Hintergrund

In dieser Studie zielte die Anwendung der Sinus durae matris-Techniken bei Patienten mit einer CMD-Diagnose und Kopfschmerz auf eine Drainageverbesserung der venösen Gefäße des Schädels ab. Es wurde geprüft, ob sich durch die Behandlung die Kopfschmerzparameter Intensität, Dauer und Häufigkeit verbessern, ob die Kopfschmerzmedikation sinkt und ob sich eine harmonische Okklusion mit einer funktionellen Druckbelastung der Zähne entwickelt.

 

Methodik

Es wurden acht Patienten im Alter von 20 bis 57 Jahren mit vier osteopathischen Sitzungen im Abstand von zwei Wochen nach den osteopathischen Grundprinzipien der Sinusdrainage behandelt. Die Zielparameter wurden mit einem Kopfschmerztagebuch der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) dokumentiert. Die Funktionsanalyse der Okklusion erfolgte mit einem speziellen Artikulationsprüfmittel. Während der Studienphase kam es in der Gruppe zu keinem Drop-out.

 

Ergebnisse

Bei statistischer Überprüfung der zu beobachtenden Unterschiede zeigte sich eine Signifikanz für die Parameter Intensität (F (3,18) = 6.09, p = .00) und Dauer (F (3,15) = 8.20, p = .01). Die Überprüfung der Parameter Kopfschmerzhäufigkeit und Medikamenteneinnahme wies keine signifikanten Unterschiede auf. Die deskriptive Betrachtung zeigte eine Reduktion aller Parameter im Verlauf der Studie. Die visuelle Auswertung der Artikulationsprüfmittel ergab die Entwicklung verbesserter Okklusionskontakte bei vier Patienten und die Entwicklung einer harmonisch balancierten Okklusion bei drei von acht Patienten.

 

Schlussfolgerung

Vier osteopathische Behandlungen mit der Sinus-durae-matris-Technik haben aus rein deskriptiver Betrachtung einen positiven Einfluss auf die genannten Zielpara-meter und die Okklusion. Die Planung weiterer klinischer Studien zur Bestätigung der Ergebnisse wäre wünschenswert.

 

Schlüsselwörter

Craniomandibuläre Dysfunktion, Kopfschmerz, Okklusion, Osteopathie, Sinus durae matris

 

 

(Abstract der B.Sc.-Arbeit von Daniela Krautinger )

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