Point of Balance, membranös

Nach Magoun ist er definiert als der Punkt im Bewegungsausmaß einer Gelenkverbindung, an dem die Membranen sich im Gleichgewicht befinden. Dieser Punkt befindet sich zwischen der normalen Spannung, sichtbar im freien Bewegungsausmaß, und der erhöhten Spannung als Folge von Zerrungen und Fixationen, die auftreten, wenn das Gelenk über sein physiologisches Bewegungsausmaß hinweg bewegt wurde [10, S. 68]. Entsprechendes gilt für den ligamentären „point ob balance“ z. B. in den Wirbelgelenken.

Sutherland erwähnt, dass in der Behandlung die membranöse reziproke Spannung und die Fluktuation der Fluida im „balance point“ zu halten ist [13, S. 349]. „Balance point“ wird auch als Mittelpunkt zwischen Ein- und Ausatmung bezeichnet [15, S. 14, 16]. Auch elektrodynamische Felder und ihre Wechselwirkung mit den anatomischen Geweben des Körpers können wahrgenommen werden. Der Osteopath könnte nach dem Prinzip eines PBT einen „point of balanced electrodynamic tension“ (PBET) im elektrodynamischen Feld entstehen lassen [8].

Literatur

  • Liem T: Kraniosakrale Osteopathie. 5. Aufl. Stuttgart: Hippokrates; 2010.
  • Magoun HI: Osteopathy in the cranial field. 1st ed. Kirksville: Journal Printing Company; 1951.
  • Sutherland WG: Contributions of thought. 2nd ed. Portland: Sutherland Cranial Teaching Foundation; 1998.
  • Sutherland WG: Teachings in the Science of Osteopathy. Portland: Sutherland Cranial Teaching Foundation; 1991.