Primär respiratorischer Mechanismus

Dieser Begriff wurde von Sutherland gewählt, um sein Konzept einer bestimmten physiologischen Betrachtungsweise zu bezeichnen [15, S. 289], insbesondere in Referenz zu einem alten anatomischen Text, der alle physiologischen Zentren, eingeschlossen der Atmung im Boden des 4. Ventrikels lokalisierte. So folgerte Sutherland, dass die sog. primäre Atmung im zentralen Nervensystem beginnt [13, S. 298].

„Primär“, zuerst und hauptsächlich, weil der PRM als erstes noch vor der pulmonalen Atmung in Aktion tritt und nach Sutherland eine große Bedeutung für den Gesamtorganismus darstellt. „Respiratorisch“, weil der PRM ebenso wie die Lungenatmung einen rhythmischen Vorgang darstellt, der mit Austauschprozessen zu tun hat. Er stellt einen anabolen wie katabolen Stoffwechselprozess dar. „Mechanismus“, da er aus miteinander verbundenen Teilen besteht, die in ihrem Zusammenspiel eine bestimmte Wirkung haben [8; 10, S. 16].

Literatur

  • Liem T: Kraniosakrale Osteopathie. 5. Aufl. Stuttgart: Hippokrates; 2010.
  • Magoun HI: Osteopathy in the cranial field. 1st ed. Kirksville: Journal Printing Company; 1951.
  • Sutherland WG: Contributions of thought. 2nd ed. Portland: Sutherland Cranial Teaching Foundation; 1998.
  • Sutherland WG: Teachings in the Science of Osteopathy. Portland: Sutherland Cranial Teaching Foundation; 1991.