Zusammenhang des stomatognathen Systems mit der okulären Funktion

Eine systematische Literaturanalyse von Visna Braun

Hintergrund: Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sind die Symptome, die das Kiefergelenk und die damit in Verbindung stehenden Strukturen betreffen. Studien zeigten, dass eine enge Beziehung zwischen dem stomatognathen System und dem visuellen System besteht. Das Ziel dieser Arbeit ist eine systematische Literaturanalyse durchzuführen und zu untersuchen ob ein Zusammenhang zwischen Dysfunktionen des stomatognathen Systems und einer Störung des okulären Systems besteht.

Methodik: Es wurde eine Literaturrecherche in Onlinedatenbanken (PubMed, EMBASE und Cochrane-library) durchgeführt. Um geeignete Studien zu finden, wurden nach MESH-Terms gesucht und nur Originalstudien ausgewählt. Die Fallkontrollstudien und Prävalenzstudien wurden mittels geeigneter Tools analysiert.

Ergebnis:
Zwölf Artikel wurden in diese Literaturrecherche eingeschlossen. Sechs davon waren Prävalenzstudien, sechs waren Fallkontrollstudien. Alle gefundenen Studien wurden in vier Kategorien eingeteilt: Prävalenz von Sehstörungen bei Patienten mit Malokklusion (n=6), Korrelation zwischen CMD und einer Störung der Augenmotorik (n=4), Korrelation zwischen Augendominanz und Kopf-Kiefer-Position (n=1) und Einfluss des visuellen Inputs auf die Kaumuskulatur (n=1).

Schlussfolgerung:
In den Studien wurde kein ausreichendes Evidenzniveau er-reicht. Nichtsdestotrotz besteht die Tendenz, dass ein Zusammenhang zwischen CMD und Störung der Augenmotorik besteht. Einen Kausalen Zusammenhang herzustellen ist nicht möglich. Weitere Studien mit einer besseren methodischen Qualität wären notwendig um diesen herzustellen.

Schlüsselwörter:
temporomandibuläre Dysfuktion, Sehstörung, okuläre Konvergenz, systematische Übersichtsarbeit.

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